Symphyotrichum novi-belgii Symphyotrichum novi-belgii

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Weidenblättrige Aster

Aster x salignus

  • Synonym: Symphyotrichum salignum
  • Familie: Asterngewächse – Asteraceae (Compositae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 60–130 cm. Stängel an der Spitze reich verzweigt, kantig, zumindest an der Spitze entlang der Kanten kurzbehaart. Hat unterirdische Ausläufer, bildet zusammenhängende Pflanzenbestände.
  • Blüte: Die Blüten bilden von den Deckblättern geschützte blütenartige, 2–3 cm breite Körbchen. Randblümchen der Körbchen hell-weißlich blaurot, zungenförmig; Scheibenblüten gelb, röhrenförmig, klein. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben. Deckblätter überlappen sich in 2–3 Reihen, oft nach außen zeigend, gleich lang, spitz, gewöhnlich am Grund häutig berandet. Körbchen als doldentraubenartige Gruppe.
  • Blätter: Wechselständig, sitzend, nicht stängelumfassend. Blattspreite eiförmig lanzettlich, mit langen Spitzen, locker spitz gezähnt, kurzbehaart, rau.
  • Frucht: Es entwickelt sich keine Frucht.
  • Standort: Ufer, Grabenränder, Wegränder, Brachland, Gärten, Parkanlagen. Zierpflanze, Überbleibsel des Anbaus und Kulturflüchtling.
  • Blütezeit: August–Oktober.
  • Invasivitätsbewertung: Invasive gebietsfremde Art (Neophyt).

Die Weidenblättrige Aster ist die Kreuzung zweier nordamerikanischer Asternarten, der Glattblattaster (Symphyotrichum novi-belgii, auch Aster novi-belgii) und der Lanzettblättrigen Aster (Symphyotrichum lanceolatum), verhält sich aber weitgehend wie eine eigenständige Art. Die Kreuzung ist ein Werk von Stauden züchtenden Gärtnern und als Zierpflanze ist die Weidenblättrige Aster dekorativ und anspruchslos. Man trifft sie in alten Gärten ausnahmslos wohlbehalten an und oft auch von ihren ursprünglichen Standorten aus verbreitet. Sicherlich aufgrund dieser Neigung ist die Weidenblättrige Aster in den heutigen Gärten durch sich „besser benehmende“ und andererseits stattlichere Asternarten oder -sorten ersetzt worden. Die Weidenblättrige Aster bezeugt ihre Vitalität auch, wenn sie in die Natur ausgewildert ist, wo sie inzwischen große und dichte Pflanzenbestände bildet. Stellenweise ist sie in der finnischen Natur schon im 19. Jahrhundert gewachsen, hat sich aber erst viel später allgemein verbreitet. Sie scheint sich außerhalb des Gartens besonders über weggeworfene Wurzelstücke verbreitet zu haben, die ins Wasser gelangten und auf den Überschwemmungswiesen der Flussufer landeten. Nachdem sie sich an den Böschungen angesiedelt hatte, breitete sie sich allmählich dem Flusslauf folgend bis zur Mündung aus und eroberte einen Platz unter den finnischen wildwachsenden Hochstauden. Im Umkreis von alten Ansiedlungen, an den Rändern von Anbauflächen, bei Schrebergärten und auf Flecken von Brachland bestehen vielerorts noch einzelne Bestände. Besonders kleine Pflanzenbestände werden oft erst mit Beginn der Blüte bemerkt, die erstaunlich spät, erst mit Einbruch des Herbstes erfolgt.

In den finnischen Gärten wird von den Eltern der Weidenblättrigen Aster recht häufig die Glattblattaster angepflanzt. Am weitesten in den Staudenbeeten verbreitet scheint eine niedrig wachsende, wenig veredelte alte Art zu sein, deren genauer Ursprung im Dunkeln liegt. Sie hat sich an die finnischen Verhältnisse gut angepasst. Die mitteleuropäischen Glattblattastern beginnen im finnischen Klima erst mit Herbsteinbruch zu blühen, aber die hiesige Art schon im Hochsommer. Sie verlangt eigentlich überhaupt keine Pflege, sodass sie über lange Zeit sich selbst überlassen überdauern kann. Die Weidenblättrige Aster ähnelt stark der Glattblattaster, von der man sie – falls überhaupt – aufgrund der höheren Wuchsart, der kleineren Blüten und der am Grund schmalen obersten Blätter unterscheidet. Bei der Glattblattaster sind die Hochblätter immer etwas stängelumfassend. Die als Zierpflanzen angebauten Astern sind jedoch so häufig und auf so viele Arten hin und her gekreuzt worden, dass manchmal eine sichere Artenbestimmung unmöglich ist.

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