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Weinbergslauch

Allium vineale

  • Familie: Amaryllisgewächse – Amaryllidaceae, Unterfamilie Allioideae (früher Lauchgewächse – Alliaceae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Ohne Wurzelstock, Zwiebel eiförmig.
  • Höhe: 25–100 cm. Stängel walzenförmig, oberstes Blatt oft an der oberen Stängelhälfte. Riecht nach Zwiebeln.
  • Blüte: Blütenhülle glockenartig, hellrot-grünlich (selten weiß), 2,5–4,5 mm lang, sechs Blütenblätter. Sechs Staubblätter, so lang wie die Blütenhülle oder herausstehend. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, drei Narben. Blütenstand dichte endständige Dolde, Blütenstiele recht lang (5–30 mm). Inmitten der Blüten mehrere-viele gelb–braune, längliche Zwiebelchen, manchmal fehlen die Blüten. Unter dem Blütenstand ein breites, hautartiges Hüllblatt, umgibt den Blütenstand in der Knospenphase.
  • Blätter: 2–4 Blätter, sitzend, früh verwelkend, Grund scheidenartig. Blattspreite linealisch, halb walzenförmig – etwas gekielt, ganzrandig, parallelnervig.
  • Frucht: Kapsel, Samen entwickeln sich selten.
  • Standort: Abhänge, Felsen, Trockenwiesen, Heiden, Viehweiden, Wegränder.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der Weinbergslauch hat sich nicht aus eigener Kraft nach Finnland ausgebreitet, sondern ist von den Seefahrern der Vorzeit als Gewürzkraut entlang der Schiffsrouten angesiedelt worden. Heutzutage noch entspricht das Verbreitungsgebiet der Art gut der zwischen Stockholm und St. Petersburg verlaufenden Ostroute, da die Pflanze sich aus eigener Kraft nicht weit von ihren angestammten Plätzen ausbreiten kann. Der Weinbergslauch vermehrt sich hauptsächlich über Zwiebelchen und Tochterzwiebeln, Samen entstehen für gewöhnlich keine und manchmal können die Blüten sogar ganz fehlen.

Am sichersten findet man den Weinbergslauch auf Åland, in Binnenfinnland kennt man nur eine Handvoll Standorte. An dieser nordöstlichen Grenze seines Verbreitungsgebietes, beispielsweise in Päijät-Häme, befinden sich die Vorkommen vielfach in der Nähe von Siedlungsplätzen aus der Eisenzeit und auf dem finnischen Festland kann die Pflanze Siedlungsstellen der finnischen Vorväter anzeigen. Auf Åland scheint sie später eingeschleppt zu sein und konzentriert sich nicht einmal besonders auf den Umkreis von mittelalterlichen Ansiedlungen.

An den Standorten des Weinbergslauchs kann man auch den ihm ähnelnden Kohllauch (Allium oleraceum) finden, der außer auf Åland in Süd-Ostbottnien, Süd-Häme und bis nach Kymenlaakso wächst. Am einfachsten unterscheidet man die Arten aufgrund der Deckblätter des Blütenstands: Der Weinbergslauch hat ein kapuzenartiges Deckblatt, der Kohllauch hat zwei schmale, lange und unterschiedlich lange Deckblätter.

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