Salvia nemorosa Salvia nemorosa Salvia viridis Salvia verticillata Salvia vertillicata Salvia glutinosa Salvia officinalis

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Wiesensalbei

Salvia pratensis

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 30–70 cm. Stängel vierkantig, weich und drüsig behaart.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, dunkelblau-violett, 20–30 mm lang, verwachsenblättrig, zweilippig, fünfteilig, langröhrig. Oberlippe sichelförmig gebogen, Unterlippe dreiteilig, Mittelteil größer als die Seitenlappen. Kelch glockenartig, 5-teilig, auf der Oberseite für gewöhnlich blaurot. 2 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, zwei Narben, Griffel länger als die Blumenkrone. Blütenstand meistens aus getrennten achselständigen Wirteln mit 4–6 Blüten gebildete lockere, ährenartige Gruppe am Stängelende.
  • Blätter: Hauptsächlich als Grundrosette, am Stängel gegenständig, gestielt. Blattspreite eiförmig-länglich, am Grund herzförmig, an der Oberfläche faltig, Rand doppelt knotig-gesägt. Deckblätter des Blütenstands klein.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht.
  • Standort: Deponien und Holzabladeflächen, Bahnstrecken, Wegränder, Felder, Grasflächen, Parkanlagen, Gärten.
  • Blütezeit: Juni–August.

Der Name der Gattung des Salbeis gründet auf dem lateinischen salvare, „heilen“, und die finnische Bezeichnung „salva“ stand wohl ursprünglich für ein aus dem Salbei hergestelltes Heilmittel. Besonders mithilfe des Echten Salbeis (S. officinalis) glaubte man, fast alle Krankheiten und Leiden heilen, sogar die Unsterblichkeit erlangen zu können. Die Gattung des Salbeis ist die größte der Lippenblütengewächse und viele ihrer Arten sind Gewürz- und Zierpflanzen. In der finnischen Natur trifft man sie eigentlich nicht an. Meistens wurde der Wiesensalbei in Finnland vereinzelt eingeschleppt im Umkreis von Verkehrsplätzen und Ansiedlungen gefunden. Er ist eine stattliche Pflanze, als Zierpflanze wird in Finnland jedoch häufiger der aus der Kreuzung des Wiesensalbeis mit dem Steppensalbei (S. nemorosa) hervorgegangene Wilde Salbei (S. x sylvestris) angepflanzt. Im Prinzip wären auch die Stammarten eine hervorragende Zugabe für das Staudenbeet. Zu den anderen in Finnland als Zierpflanze angepflanzten Salbeiarten gehören u. a. der Klebrige Salbei (S. glutinosa), der dem Wilden Salbei ähnelnde Grüne Salbei (S. viridis) und der großwüchsige Quirlblütige Salbei (S. verticillata).

Die wunderschönen Blüten der Salbeiarten gehören zu den größten ihrer Familie. Sie weisen einen sehr spezialisierten Bestäubungsmechanismus auf. Anders als bei den meisten anderen Lippenblütengewächsen haben die Salbeiarten nur zwei Staubblätter. Deren Staubbeutel sind in zwei sehr unterschiedliche Teile geteilt: Der eine trägt die mit Blütenstaub gefüllten Staubfäden im Schutze der Oberlippe der Blüte; der andere Teil ist zu einer schaufelförmigen Platte verbreitert, deren Aufgabe darin besteht, teilweise die Röhre der Blumenkrone zu schließen und die Stöße des Saugrüssels der Hummeln, die an den Nektarvorrat an ihrem Ende wollen, aufzunehmen. Falls das Insekt auf diese Plattenoberfläche trifft, bewegen sich die Staubfäden am anderen Ende der Konstruktion nach schräg vorne und treffen den Rücken der Hummel. Wenn die Hummel die nächste Blüte besucht, gelangt der Blütenstaub vielleicht auf die Narbe des Fruchtblatts, die deutlich aus der Blumenkrone hervorsteht.

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