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Wiesenwachtelweizen

Melampyrum pratense

  • Familie: Sommerwurzgewächse – Orobanchaceae
    (früher Braunwurzgewächse – Scrophulariaceae)
  • Höhe: 10–40 cm.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch, 10–18 mm lang. Die hell-, leuchtend-, dunkelgelbe oder rötliche, langröhrige, zweilippige Blumenkrone wird aus vier miteinander verwachsenen Blättern gebildet. Unterlippe gerade. Röhre für gewöhnlich weiß. Vier miteinander verwachsene Kelchblätter. Kelchblätter lang, gleich ausgerichtet, gebogen. Obere Deckblätter der Blüten gewöhnlich zähnig oder eingeschnitten. Das verwachsenblättrige Gynoeceum ist zweizählig. Vier Staubblätter. Blüten halbseitig einzeln in den Achseln der Deckblätter.
  • Blätter: Gegenständig, fast sitzend. Blattspreite schmal lanzettlich – fast linealisch. Untere Deckblätter ganzrandig, obere am Grund gewöhnlich zähnig oder lang- und schmal eingeschnitten.
  • Frucht: Kapsel etwa doppelt so lang wie der Kelch.
  • Standort: Trockenere und frische Heiden, auch Felsen, Reisermoorhöcker und Unterteile der Fjälls.
  • Blütezeit: Juni–August.

Der einjährige Wiesenwachtelweizen ist ein wechselhaft verzweigter und beim Trocknen leicht schwarz werdender Halbschmarotzer. Er saugt Nahrung aus den Wurzeln benachbarter Pflanzen. Der Wiesenwachtelweizen ist die in Finnland am weitesten verbreitete Wachtelweizenart. Er ist bereits früh in der Späteiszeit ins Land gekommen. Die Art ist formenreich, was offensichtlich damit zusammenhängt, dass in Finnland mehrere verschiedene, u. a. klein- und großblütige Populationen zu verschiedenen Zeitpunkten eingewandert sind.

An den Nektar der Wachtelweizen am Ende der engen Blumenkronenröhre kommen nur Insekten mit einer langen Zunge, vor allem Hummeln. Wenn keine Bestäuber die Blüte besuchen, erfolgt Selbstbestäubung. Die Gewährleistung der Bestäubung des einjährigen Wiesenwachtelweizens ist von eminenter Bedeutung: gibt es keinen Samen, gibt es keinen Sommer! Die Samen des Wiesenwachtelweizens keimen im Herbst zu Keimpflanzen. Sie überwintern und setzen im folgenden Jahr das Wachstum fort. Die Art ist also winterannuell.

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