Origanum majorana

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Wilder Dost

Origanum vulgare

  • Familie: Lippenblütengewächse – Lamiaceae (Labiatae)
  • Höhe: 20–60(–80) cm.
  • Blüte: Zweiseitig symmetrisch. Die Blumenkrone ist gewöhnlich hellkarminrot, zweilippig, behaart, 4–7 mm lang. Die Oberlippe ist flach, kurz, an der Spitze eingekerbt. Die Unterlippe ist dreiteilig. Der Mittelteil ist größer als die Seitenteile, an der Spitze rund, am Rand schwach gezähnt. Der Kelch ist glockenartig, fast strahlig fünfteilig, behaart, am Oberteil lang behaart. Das Gynoeceum besteht aus zwei miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Der Fruchtknoten ist vierteilig. Ein Griffel. Die Narbe ist zweiteilig. Vier Staubblätter, von denen zwei lang (länger als die Oberlippe der Blumenkrone) und zwei kurz sind.
  • Blätter: Gegenständig, kurzstielig, beidseitig behaart. Die Blattspreite ist eiförmig – fast eiförmig, am Rand ungeteilt oder schwach gezähnt, hell behaart.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen gelb-braun, fast rund.
  • Standort: Wiesen in Laubwäldern, Laubwälder am Fuß von Bergen, steinige Trockenwiesen.
  • Blütezeit: Juli–August.

Der mehrjährige Wilde Dost ist eine stark duftende Nutzpflanze. Seine Blätter und die seiner nahen Verwandten werden zur Herstellung des als Pizzagewürz bekannten Oreganos verwendet (in Amerika verwendet man Arten der Gattung Lippia). Die Schärenbewohner Südwestfinnlands würzen schon lange Fischkonserven mit dem Wilden Dost.

Im katholischen Europa ist die Art der Jungfrau Maria geweiht. Man glaubt, dass er ungeborene und gerade geborene Kinder vor der Taufe vor dem Bösen schützt. Auch für die Verwendung als Heilmittel bei der Behandlung unterschiedlicher Beschwerden eignete sich der Wilde Dost. Die Art gedeiht auf trockenen, durchlüfteten und stark kalkhaltigen Moränenböden. Von vielen anderen Gattungen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) unterscheidet man die Majorane am besten auf Grund ihres Blütenstandes. Die aus den Blüten des Majorans gebildeten Dichasien stehen nicht paarweise als sog. Scheinwirtel um den Stängel herum, sondern als körbchen- oder zapfenartige Ähren, die einen doldentraubenartigen zusammengesetzten Blütenstand bilden.

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