© Copyright: Bilder: Jouko Lehmuskallio.
All rights reserved.

Zerstreutblütiges Vergissmeinnicht

Myosotis sparsiflora

  • Familie: Raublattgewächse – Boraginaceae
  • Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze.
  • Höhe: 15–35 cm. Stängel schlaff–aufrecht, oft reich verzweigt, Zweige schlaff, wenig behaart.
  • Blüte: Strahlig, ca. 2 mm breit. Blumenkrone leuchtend blau, verwachsenblättrig, fünfteilig, Schuppen am Schlund der Röhre. Kelch verwachsenblättrig, offen glockenartig, tief fünffach eingeschnitten, Lappen schmal dreieckig; Härchen am Grund hakenförmig; Kelch in der Fruchtphase ca. 7 mm lang. Fünf Staubblätter, an der Röhre der Blumenkrone angewachsene Staubfäden. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel. Blütenstand besonders am Grund sehr lockeres, halbseitiges Dichasium, d. h. Wickel, der sich zur Traube verlängert; am Unterteil mit Blättern besetzt. Blütenstiel nach der Blüte nach schräg unten zeigend.
  • Blätter: Wechselständig. Untere Blätter gestielt, obere sitzend. Blattspreite länglich – länglich lanzettlich, ganzrandig, behaart.
  • Frucht: Vierteilige Spaltfrucht. Teilfrüchtchen (Klausen) eiförmig, glatt, gewölbt, ca. 2 mm lang.
  • Standort: Gärten, Höfe, Parkanlagen, bewohnte Standorte, steinige Wiesen.
  • Blütezeit: Juni-Juli.

Die Vergissmeinnichte (Myosotis) bilden in Finnland von ihrer Familie her die Gattung mit den meisten Arten. In Finnland wachsen insgesamt neun Arten und von vielen noch mehrere Unterarten oder Formen.

Das Zerstreutblütige Vergissmeinnicht unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von allen anderen Arten Finnlands: Es ist oft vom Stängel her schlaff und brüchig, spärlich behaart und reich verzweigt. Auch der Blütenstand ist locker und weitgehend mit Blättern besetzt. Wenn die Früchte reifen, verlängern sich die Blütenstiele und neigen sich gleichzeitig nach schräg unten. An den Teilfrüchtchen wächst ein die Ameisen anlockender saftiger Knoten, bei dessen Verzehr diese die Teilfrüchtchen an neue Standorte tragen. Allein durch die Ameisen hat es das Zerstreutblütige Vergissmeinnicht wohl nicht bis nach Finnland geschafft, dafür bedurfte es der Mithilfe des Menschen. Der Schwerpunkt der Verbreitung der Art liegt in Osteuropa, von wo es sich wohl ursprünglich mit Wanderern in die Umgebung von Landwirtschaft und Siedlungen ausgebreitet hat. Von einem eigentlichen Unkraut kann man kaum sprechen, da die Art hauptsächlich im südlichen Finnland verstreut auftaucht, am ehesten an feuchten und schattigen Plätzen in alten Gärten. An seinen indigenen Standorten ist die Art eine Pflanze von Flussufern und Haingebüschen.

Andere Arten derselben Gattung
Andere Arten derselben Familie

Follow us!

Arten bestimmen!

Sivun alkuun / Top of the page