Epilobium parviflorum Epilobium parviflorum Epilobium parviflorum

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Zottiges Weidenröschen

Epilobium hirsutum

  • Familie: Nachtkerzengewächse – Onagraceae
  • Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze. Ausläufer weiß, dick, bis zu 20 cm lang.
  • Höhe: 50–150 cm. Stängel für gewöhnlich verzweigt, walzenförmig, im Ganzen einfach und drüsig behaart.
  • Blüte: Blumenkrone strahlig, purpurrot, ca. 2–3 cm breit; 4 Blütenblätter, an der Spitze eingekerbt. Vier Kelchblätter, dicht drüsig behaart, an der Spitze spärlich einfach behaart. 8 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, eine Narbe, Narbe vierteilig; Fruchtknoten unter der Blütenhülle, dicht drüsig behaart, manchmal auch einfach behaart. Blütenstand lockere, mit Blättern besetzte Traube.
  • Blätter: Gegenständig (in den Blütenständen wechselständig), sitzend, halb stängelumfassend. Blattspreite lanzettlich, groß- und enggezähnt, dicht behaart.
  • Frucht: Röhrenförmige, 4-teilige, 6–9 cm lange Kapsel.
  • Standort: Gräben, Ufer, Bahnstrecken, Brachland.
  • Blütezeit: Juli–August.

Das Zottige Weidenröschen ist neben dem Waldweidenröschen ein Vertreter – und was für einer – der größeren finnischen Arten der Waldröschen: Der bis zu eineinhalb Meter hohe Stängel ist reichlich verzweigt und die Spitzen können von den leuchtend purpurroten Blüten beinahe bedeckt sein. Das stattliche Aussehen des Zottigen Weidenröschens wird für gewöhnlich noch durch seine Art, quadratmetergroße, dichte Reinbestände zu bilden, verstärkt. Wenigstens die Hälfte des finnischen Sommers vergeht, bis die Pflanze ihren oberirdischen Trieb zu seiner vollen Länge ausgetrieben hat, und die Blütezeit bricht oft erst zum Spätsommer hin an, deutlich später als bei den anderen Weidenröschenarten. Die aus im Frühjahr gekeimten Samen herangewachsenen Exemplare kommen selten im ersten Sommer zur Blüte.

Das Zottige Weidenröschen ist eine europäische Art, die jedoch nicht zum ursprünglich vorkommenden finnischen Pflanzenbestand gehört. Auf finnischem Gebiet wurde sie zum ersten Mal 1886 im Hafen von Turku gefunden. Im folgenden Jahrhundert gab es dann schon mehr Funde und besonders seit den 1960er Jahren bis heute hat sich die Art vermehrt und ihr Gebiet ausgedehnt. Für die Art geeignete, unbesiedelte lehmige Täler finden sich aber trotzdem noch in ganz Finnland. Das Zottige Weidenröschen hat auf seinem Gebiet vom anthropogenen Einfluss profitiert, indem es sich oft zuerst in den Siedlungszentren und von dort allmählich aufs Land ausbreitete. Die Art bleibt im menschlichen Einflussbereich und breitet sich auf naturbelassenen Flächen nicht aus. Das Zottige Weidenröschen ist an seinen alten Standorten fest etabliert, Pionierbestände überdauern meist nur kurze Zeit. Die Größe und der kräftige Stängelbau machen das Zottige Weidenröschen zu einem relativ starken Konkurrenten, der, wenn er sich erst einmal niedergelassen hat, gut die Stellung hält.

In der finnischen Natur wächst auch eine andere auffällige, behaarte Weidenröschenart, das Kleinblütige Weidenröschen (E. parviflorum). Es ist in der finnischen Natur eine ursprünglich vorkommende Pflanze in Südwest- und Südfinnland. Es hat kleinere Blüten als das Zottige Weidenröschen und ist kürzerbehaart, zusätzlich besteht seine Haarbedeckung lediglich aus einfachen Haaren. Das Kleinblütige Weidenröschen ist eindeutig seltener als das Zottige Weidenröschen: Es wächst annähernd allgemein verbreitet nur auf Åland und auf dem Festland nur bei Lohja.

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