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© Copyright: Bilder: Jari Peltomäki, M. & W. von Wright (Kansalliskirjasto, The National Library of Finland). Audio: Jan-Erik Bruun. All rights reserved.

Gerfalke

Falco rusticolus

  • Familie: Falkenartige – Falconidae
  • Allgemeine Beschreibung: Kräftiggebauter Falke von der Größe eines Habichts. Flug falkenartig, kraftvoll. Flügel breit, für einen Falken eher rundlich. Wange schmutzig im Vergleich zum Wanderfalken mit seiner dunkel abgesetzten weißen Wange, Bartstreifen undeutlich.
  • Größe: Länge 53–63 cm, Flügelspannweite 109–134 cm, Gewicht 1,3–1,7 kg.
  • Nest: An Felsabhängen in einem alten Nest von Kolkrabe oder Raufußbussard.
  • Brut: Legt ab Anfang April 3–5 Eier. Nur das Weibchen brütet. Brutdauer 29 Tage. Jungvögel nach 35–42 Tagen flügge.
  • Vorkommen: Brutvogel in Fjälllappland. Der finnische Brutbestand wird auf 25–35 Paare geschätzt.
  • Zugverhalten: Ein Teil überwintert in den Brutgebieten, ein Teil (vor allem junge Vögel) zieht nach Süden; ein Teil sogar bis an die südliche Ostsee.
  • Nahrung: Vögel, am liebsten Moorschneehuhn und Alpenschneehuhn. Manchmal auch Kleinnager.
  • Stimme: Warnlaut raues „kra-kra-kra…”.

Der adulte Gerfalke ähnelt dem Wanderfalken, ist aber größer, der Schwanz ist etwas länger und die Flügel sind an der Basis breiter. Zusätzlich hat der Gerfalke etwas langsamere Flügelschläge als der Wanderfalke. Beim Gerfalken ist die Rückenseite deutlich gescheckt, oft bräunlich, die Bauchseite ist getüpfelt (keine deutliche Querbänderung) und der Bartstreifen ist undeutlich, während beim Wanderfalken der Bartstreifen deutlich hervorgehoben ist. Von der Grundfarbe her ist der Gerfalke heller als der Wanderfalke. Der junge Gerfalke ist auf der Oberseite braun und sein Bartstreifen ist im Vergleich zum Altvogel deutlicher. Die Läufe des Gerfalken sind gelb (Altvogel) oder gelbgrau (Jungvogel), der Schnabel ist bläulich mit gelblicher Basis und dunkler Spitze, die Wachshaut ist gelb (Altvogel) oder blaugrün (Jungvogel) und die Regenbogenhaut des Auges ist dunkel (braun).

Der Gerfalke jagt wie der Wanderfalke, indem er sich von oben in kraftvollem Sturzflug dem Opfer nähert. Nach Informationen von Falknern ist die Sturzfluggeschwindigkeit des Gerfalken höher als die des Wanderfalken. Der Gerfalke schlägt seine Opfer mit so großer Wucht, dass die Beute tot zu Boden fällt. Bei der Jagd kann der Gerfalke auch kurzzeitig rütteln, üblicherweise beobachtet er seine Jagdgebiete jedoch im Flug aus mehreren Dutzend Metern Höhe oder sitzt über lange Zeit regungslos an einem Punkt mit guter Sicht.

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