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Rothalsgans

Branta ruficollis

  • Familie: Entenvögel – Anatidae
  • Allgemeine Beschreibung: Kleinwüchsige Gans, die von Nahem betrachtet sehr farbig ist, aus größerer Entfernung jedoch fast schwarz erscheint.
  • Größe: Länge 54–60 cm, Flügelspannweite 110–125 cm, Gewicht 1–1,5 kg.
  • Nest: Flache Vertiefung in der Erde, mit Gräsern, Moos und Daunen ausgekleidet.
  • Brut: Legt im Juni 6-7 Eier, Brutdauer 23–25 Tage. (Mängelhaft bekannte Art, von deren Nistbiologie noch viele Einzelheiten unbekannt sind; beispielsweise wann die Jungvögel flügge werden.) Nistet gerne in der Nähe eines Raubvogelnestes (Raufußbussard, Wanderfalke; offensichtlich Schutzwirkung vor Fressfeinden). Bildet bei der Brut dünn besetzte Kolonien.
  • Vorkommen: Brütet in der Tundra Mittelsibiriens östlich des Flusses Ob bis hin zur Halbinsel Taimyr. In Finnland trifft man die Art meist in Verbindung mit dem Zug der arktischen Wasservögel in Schwärmen anderer Gänse an. Überwintert im Gebiet des Schwarzen Meeres. Die Art ist schlecht bekannt und offensichtlich in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Mitte der 1950er Jahre belief sich die Schätzung des Brutbestands weltweit auf 50.000 Exemplare, was auf 38.500 Exemplare zurückgegangen ist (2003–2005). Die Art ist weltweit ausgesprochen bedroht.
  • Zugverhalten: Wird beim Herbstzug im September–Oktober und am häufigsten beim Frühjahrszug von Ende April bis Anfang Juni angetroffen.
  • Nahrung: Verschiedene Pflanzen und auch ausgefallene Getreidekörner auf Stoppelfeldern. Grast gerne auf trockenem Grund.
  • Stimme: Schrille Trompetenrufe.

Die Rothalsgans ist eine kleinwüchsige und von Nahem betrachtet exotisch gefärbte Gänseart, die bei gutem Licht leicht zu erkennen ist, von Ferne betrachtet jedoch fast ganz dunkel aussieht. Die Rothalsgans ist kleiner als die Ringelgans, ihr Hals ist sehr dick und der Schnabel sehr kurz. Die Rückenseite der Rothalsgans ist fast schwarz, an den Flügeln befinden sich zwei weiße Flügelstreifen. Die Flanken und der Steiß sind weiß wie auch der sichtbare Längsstreifen an den Flanken. Der Bauch ist bis zur Brust schwarz; Brust, Hals und die Vorderhalsgegend sind dunkel rotbraun wie auch die Wangen. Rotbraune Flächen sind durch einen schmalen weißen Streifen abgegrenzt. Der Nacken und der Kopf sind schwarz außer dem sich zwischen dem Auge und dem Schnabel befindenden weißen Fleck. Der Jungvogel ähnelt dem Altvogel, die dunklen Flächen sind jedoch bräunlich und der Wangenfleck sowie die Streifen an den Halsseiten sind undeutlicher. Der Schnabel und die Läufe der Rothalsgans sind schwarz und die Regenbogenhaut des Auges ist dunkel rotbraun. Die Rothalsgans ist flink und lebendig und ihre Rufe sind schrill.

Die Rothalsgans wird auch in Gefangenschaft gehalten. Einige der in Finnland angetroffenen Exemplare waren wohl solche Gefangenschaftsflüchtlinge.

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