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© Copyright: Bilder: Jari Peltomäki, M. & W. von Wright: Svenska fåglar (Kansalliskirjasto, The National Library of Finland). Audio: Jan-Erik Bruun. All rights reserved.

Sterntaucher

Gavia stellata

  • Familie: Seetaucher – Gaviidae
  • Allgemeine Beschreibung: Von den Seetauchern der kleinwüchsigste, mit dem kleinsten Kopf und der zierlichste. Am schräg nach oben gebogenen Schnabel zu erkennen. Im Flug hängt der Hals oft etwas durch, was die Unterscheidung u. a. vom Prachttaucher erleichtert. Beim Schwimmen erscheint er flachbrüstig.
  • Größe: Länge 55–67 cm, Flügelspannweite 91–110 cm, Gewicht 1,3–2 kg.
  • Nest: Unscheinbare Vertiefung, die für gewöhnlich auf einem Torfmoos- oder Riedgrashöcker umgeben von Wasser und nahe der Wassergrenze liegt, sodass der Vogel ohne zu laufen ins Nest kommt. Auf feuchtem Grund ist das Nest mit Pflanzenteilen etwas hügelartig erhöht.
  • Brut: Legt im Mai 2–3 Eier. Beide Elternteile brüten, Brutdauer 24–29 Tage. Die Jungen werden in etwa sechs Wochen flügge, verlassen dann das Nistgewässer und suchen bessere Nahrungsgründe auf (der Großteil der Nistgewässer ist fischlos, sodass die Jungen so bald wie möglich von dort wegkommen müssen).
  • Vorkommen: Brutvogel in fast ganz Finnland. Brütet nur in kleinen Gewässern mit sumpfigem Ufer und in Flarkmooren. Sucht auf weiten offenen Wasserflächen, oft recht weit vom Nistgewässer, nach Nahrung. Bis in die letzte Zeit seltener geworden, der finnische Brutbestand wird auf 900–1.100 Paare geschätzt.
  • Zugverhalten: Zieht spät im Herbst zur Überwinterung an die Küste Westeuropas und der südlichen Ostsee, kehrt im April-Mai zurück. Durch Finnland ziehen auch Vögel aus Nordrussland und Sibirien, deren Zug im Mai erfolgt.
  • Nahrung: Kleine Fische (Rotauge, Barsch), Krebse und Mollusken.
  • Stimme: Fluglaut charakteristisches „ka-ka-ka-kaa-ka-ka”. An den Nistplätzen ertönt ein großes Repertoire an klagenden und heulenden Rufen.

Die Rückenseite des adulten Sterntauchers ist einfarbig dunkelbraun, der Kopf ist aschgrau und bei gutem Licht erscheint die Kehle rotbraun. Die Bauchseite ist weiß. Die Läufe sind an den Außenseiten schwarz und auf den Innenseiten hellgrau. Beim Sterntaucher im Sommerkleid ist der Schnabel dunkel und die Regenbogenhaut im Auge ist rot.

Der junge Sterntaucher ähnelt dem Sterntaucher im Winterkleid, der Vorderteil des Halses und die Seiten sind jedoch grau, die Färbung der Rückenseite ist mehr bräunlich, der Schnabel hell und die Regenbogenhaut des Auges ist rotbraun. Beim Winterkleid des Sterntauchers ist die Rückenseite graugetönt und die Bauchseite weiß. Auf dem Rücken befinden sich helle Punkte, der Nacken und der Oberkopf sind schwarzgrau und tragen eine unterbrochene helle Streifenzeichnung. Der Schnabel ist hellgrau, die Läufe heller als im Sommerkleid und die Regenbogenhaut des Auges ist rot.

Besonderes: Der Sterntaucher ist an seinen Nistplätzen auf Sumpf- und Waldseen sehr vernehmbar. Die Schreie und klagenden Laute haben schon so manchen erschreckt. Vom Sterntaucher (kaakkuri) haben in Finnland viele kleine Waldseen ihren Namen (kakari, kakarlampi u. ä.) erhalten.

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