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© Copyright: Bilder: Jari Peltomäki. Audio: Jan-Erik Bruun. All rights reserved.

Wanderfalke

Falco peregrinus

  • Familie: Falkenartige – Falconidae
  • Allgemeine Beschreibung: Kräftig gebauter, muskulöser Falke mit am Ende spitzen Flügeln. Wange hell, Bartstreifen breit.
  • Größe: Länge 38–51 cm, Flügelspannweite 89–113 cm, Gewicht (Männchen) 630–880 g, (Weibchen) 860–1.100 g.
  • Nest: Auf Sumpfhöckern oder auf Geröll von Felsvorsprüngen, selten im Baum im alten Nest eines Raubvogels. Baut selber kein richtiges Nest, sondern scharrt mit den Füßen eine Nestmulde.
  • Brut: Legt nach Mitte April 1–4 Eier. Beide Elternteile brüten, Brutdauer 29–35 Tage. Jungvögel nach 35–42 Tagen flügge.
  • Vorkommen: Als Nistplatzbedingungen Offenheit und eine gute Sicht – bevorzugt offenes Gebiet auch beim Jagdgebiet. Felsabhänge und große Sümpfe sind daher die typischsten Nistumgebungen. Der Bestand nahm in den 1960er Jahren schlagartig aufgrund von Umweltgiften ab, hat seither jedoch wieder zugenommen. Der gegenwärtige Bestand wird auf 300 Paare geschätzt.
  • Zugverhalten: Zieht im Herbst ab August bis in den Spätherbst, kehrt im März–April zurück. Überwintert in West- und Südwesteuropa sowie in Nordafrika. Überwintert auch in Finnland.
  • Nahrung: Jagt Vögel im Flug mit auffälligen Verfolgungsjagden oder indem er sich in einem Überraschungsangriff von oben auf das Opfer herunterstürzt. Man berichtet, dass die Sturzfluggeschwindigkeit auf bis zu 300–400 km/h steigen kann. Im Sturzflug hört man ein durch die Fluggeschwindigkeit hervorgerufenes kräftiges Rauschen.
  • Stimme: Warnlaut raues und gellendes „kra-kra-kra…”.

Der Wanderfalke ist ein kräftig gebauter und von der Größe her mit der Aaskrähe vergleichbarer Falke. Seine Flügel sind lang, an der Basis breit und an den Enden spitz. Der Schwanz ist mittellang. Der adulte Wanderfalke ist auf der Oberseite dunkel blaugrau und auf der Unterseite hell mit dunklen Querbändern. Der deutliche und breite Bartstreifen des Wanderfalken grenzt in einem starken Kontrast an die gelbweiße Kehle und die weiße Wange. Beim jungen Wanderfalken ist die Rückenseite bräunlich und auf der Unterseite befindet sich eine helle Längsstreifenzeichnung.

Der Wanderfalke kann mit dem größeren und helleren Gerfalken verwechselt werden, beim Gerfalken ist aber der Bartstreifen undeutlicher. Die Läufe des Wanderfalken sind gelb (beim Jungvogel grünlich-gelblich). Der Schnabel ist grau, an der Spitze dunkel, am Unterschnabel gelbe Basis. Die Wachshaut ist beim Altvogel gelblichgrün, beim jungen Vogel bläulich. Die Regenbogenhaut des Auges ist dunkelbraun. Um das Auge herum ist ein grüngelber Augenring.

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