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© Copyright: Bilder: Jari Peltomäki. Audio: Jan-Erik Bruun. All rights reserved.

Wasserralle

Rallus aquaticus

  • Familie: Rallenvögel – Rallidae
  • Allgemeine Beschreibung: Recht kleinwüchsige, birnenförmige Ralle mit langem, etwas nach unten gebogenem, dünnem Schnabel. Von Ferne betrachtet wirkt sie dunkel, der Steiß jedoch leuchtet hell.
  • Größe: Länge 23–26 cm, Flügelspannweite 38–45 cm, Gewicht 75–190 g, Männchen größer.
  • Nest: Flaches Nest, so groß wie das Nest der Drossel, als Material trockene Blätter von Schilfrohr, Rohrkolben und Riedgräsern. Befindet sich auf einem Uferpflanzenhöcker, gut versteckt.
  • Brut: Legt im Mai 6–11 Eier. Beide Elternteile brüten, Brutdauer 19–21 Tage. Die Jungvögel verlassen sofort nach dem Schlüpfen das Nest, suchen nach ca. 5 Tagen selbstständig nach Nahrung und sind nach 42–49 Tagen flügge.
  • Vorkommen: Kommt in Finnland mit Schwerpunkt im Süden vor, in Röhrichten und Rohrkolbenbewuchs an Seen und Meeresbuchten. Unscheinbar, Anwesenheit bemerkt man meist durch die Laute. Der finnische Brutbestand wird auf 300–600 Paare geschätzt.
  • Zugverhalten: Nachtzieher. Der Herbstzug beginnt schon im August und setzt sich bis weit in den Spätherbst fort. Der Frühjahrszug beginnt um den Monatswechsel März-April. Überwintert in West- und Südeuropa. In Finnland einige Überwinterungsversuche.
  • Nahrung: Verschiedene wirbellose Tiere in Röhrichten und Gewässerumgebungen.
  • Stimme: Vielseitiges Lautrepertoire. Meistens Folge „güp-güp”, die mit einem dem Quieken eines Schweines ähnelnden Laut endet.

Die Wasserralle ist eine Rallenart mit kurzem Schwanz und von etwa der Größe einer Wacholderdrossel. Sie ist auf der Rückenseite schwarzgetüpfelt olivbraun und auf der Unterseite, der Kehle und an den Wangen bleigrau. An den Flanken befinden sich schwarze und weiße Querbänder und der Steiß leuchtet schneeweiß. Der Schnabel ist etwas nach unten gebogen, eher lang, beim Altvogel rötlich (am Oberschnabel auch dunkler First und Spitze) und beim jungen Vogel braun. Beim jungen Vogel fehlt die bleigraue Farbe der Bauchseite, der Kehle und der Wangen, am hellen Bauch befinden sich schwache dunkle Querbänder. Die Läufe der Wasserralle sind rötlichbraun und die Zehen sind sehr lang. Die Regenbogenhaut des Auges ist je nach Individuum variierend rot bis rotbraun.

Die Wasserralle verbringt ein sehr verstecktes Dasein und man bekommt sie nur vereinzelt zu Gesicht. Inmitten der Vegetation bewegt sich die Wasserralle überraschend gewandt.

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