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Bleiche Weide

Salix starkeana

  • Familie: Weidengewächse – Salicaceae
  • Wuchsform und Höhe: Strauch. 0,3–1 m.
  • Blüte: Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren. Hängende Kätzchen schmal und fast locker, der Stiel der Kätzchen mit länglichen und kleinen Blättern besetzt. Einzelne Blüte klein, ohne Blütenhülle, in der Achsel der Schuppe des Kätzchens. Schuppen des Kätzchens schmal, gelbgrün-dunkel, seidig behaart. Zwei Staubblätter, Staubfäden lang und kahl, Staubbeutel gelb, kahl. Verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig, Fruchtknoten langstielig, behaart.
  • Blätter: Wechselständig. Kurzstielig, mit Nebenblättern. Nebenblätter klein, selten groß, eiförmig–nierenförmig, gesägt. Blattspreite dünn, 2,5–5 cm lang, breit länglich–verkehrt eiförmig, oft an der Spitze schief, ganzrandig–schwach gezähnt, auf der Oberseite leicht glänzend, gewöhnlich kahl, auf der Unterseite hell blaugrau, mit deutlich hervortretenden Nerven, jung wenig behaart. 5–7 Nervpaare.
  • Knospen: Rotbraun, glänzend, kahl.
  • Frucht: Kurzbehaarte Kapsel, Samen federig behaart.
  • Standort: Halden, Waldränder, Wegränder, Straßenränder, Heidewälder mit Lichtungen.
  • Blütezeit: Mai–Juni.

Die Weiden werden von Insekten bestäubt, sie sind sympodiale zweihäusige Bäume, Sträucher oder Zwergsträucher. Die Knospen sind einschuppig und die Blätter ungeteilt mit Nebenblättern. Blütenstand ist ein als Ganzes abfallendes Kätzchen. Viele Weidenarten kreuzen sich untereinander.

Die Bleiche Weide ist ein beim Aufbrechen der Blätter blühender, niedriger Strauch mit nach außen zeigenden Ästen. Ihre Äste sind dünn, rotbraun oder gelblich, kahl und unter der Rinde gerieft. Die jungen Triebe sind gewöhnlich wenig behaart. Die Bleiche Weide ähnelt der in Nordfinnland und im Nordosten weit verbreiteten Weidenart S. cinerascens, die manchmal auch als zur Bleichen Weide zugehörig betrachtet wird. S. cinerascens ist etwas größer und hat aufrechtere Äste als die Bleiche Weide, das Blatt ist beidseitig graubehaart und die Äste sind auch im Alter behaart.

Man schätzt, dass es von den Weiden (Salix) 400–500 Arten gibt. Es gibt sie in allen Erdteilen ausgenommen Australien und die Antarktis. Die Weiden ähneln von ihrem Bau her in vielerlei Hinsicht den Pappeln (Populus) so stark, dass man annimmt, dass die Weiden sich aus pappelartigen Stammformen entwickelt haben. Am meisten gleichartige Merkmale mit den Pappeln weisen bereits die im Tertiär aufgetretenen Weiden mit vielen Staubblättern auf, z. B. die Lorbeerweide (S. pentandra). Die weniger entwickelten Weiden mit zwei Staubblättern scheinen sich erst nach der Eiszeit verbreitet zu haben. Die meisten der finnischen Weiden gehören in diese Gruppe. Die Weiden sind von wirtschaftlicher Bedeutung u. a. als Rohstoff für Gerbstoffe und für Flechtarbeiten. Außerdem wurde das aus der Rinde zu gewinnende Salicin als Medikament verwendet.

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