Salix alba x fragilis Salix alba x fragilis Slideshow

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Bruchweide

Salix fragilis

  • Familie: Weidengewächse – Salicaceae
  • Wuchsform und Höhe: Baum. 6–20 m.
  • Blüte: Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren. Kätzchen nickend, behaart, lang und schmal. Einzelne Blüte klein, ohne Blütenhülle, in der Achsel der Schuppe des Kätzchens. Schuppen des Kätzchens hell, früh abfallend. Zwei (3) Staubblätter, Grund der Staubfäden behaart. Verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig.
  • Blätter: Wechselständig. Gestielt, mit Nebenblättern. Nebenblätter herzförmig, kahl, bald abfallend. Blattspreite 10–12 cm lang, lanzettlich, mit langen Spitzen, fein knotigrandig, kahl, auf der Oberseite glänzend, dunkelgrün, auf der Unterseite blaugrün, mit deutlich hervortretenden Nerven. 12–15 Nervpaare.
  • Knospen: Kahl, glänzend und braun.
  • Frucht: Sich zweiteilig öffnende kahle Kapsel, im Innern federig behaarte Samen.
  • Standort: Zierbaum. Manchmal Kulturüberrest und -flüchtling in alten Dörfern und an alten Ansiedlungsstellen.
  • Blütezeit: Juni.

Die Weiden werden von Insekten bestäubt, sie sind sympodiale zweihäusige Bäume, Sträucher oder Zwergsträucher. Die Knospen sind einschuppig und die Blätter ungeteilt mit Nebenblättern. Blütenstand ist ein als Ganzes abfallendes Kätzchen. Viele Weidenarten kreuzen sich untereinander.

Die Bruchweide gehört in Finnland nicht zum indigenen Artenbestand, sondern ist ursprünglich ein Zierbaum. Sie ist ein Baum mit starkem Stamm, der nach dem Aufbrechen der Blätter blüht. Die Äste sind kahl, gelb-braun, glänzend und am Grund leicht zu brechen. Aus der Bruchweide wurde u. a. die Bruchweidenart „Bullata” (Salix fragilis ´Bullata´) gezüchtet, die eine runde Krone hat und stellenweise ein beliebter Zierbaum ist.

Man schätzt, dass es von den Weiden 400–500 Arten gibt. Es gibt sie in allen Erdteilen ausgenommen Australien und die Antarktis. Die Weiden ähneln von ihrem Bau her in vielerlei Hinsicht den Pappeln (Populus) so stark, dass man annimmt, dass die Weiden sich aus pappelartigen Stammformen entwickelt haben. Am meisten gleichartige Merkmale mit den Pappeln weisen die bereits im Tertiär aufgetretenen Weiden mit vielen Staubblättern auf, z. B. die Lorbeerweide (S. pentandra). Die weniger entwickelten Weiden mit zwei Staubblättern scheinen sich erst nach der Eiszeit verbreitet zu haben. Die meisten der finnischen Weiden gehören in diese Gruppe. Die Weiden sind von wirtschaftlicher Bedeutung u. a. als Rohstoff für Gerbstoffe und für Flechtarbeiten. Außerdem wurde das aus der Rinde zu gewinnende Salicin als Medikament verwendet.

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