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Echtes Geißblatt

Lonicera caprifolium

  • Familie: Geißblattgewächse – Caprifoliaceae
  • Wuchsform: Verholzende Kletterpflanze.
  • Höhe: 2–3 m. Verzweigungen recht kahl.
  • Blüte: Blumenkrone zweiseitig symmetrisch, gelbweiß-rötlich, 30–50 mm lang, verwachsenblättrig, langröhrig, zweilippig, Oberlippe vierteilig, Unterlippe ungeteilt. Blumenkrone an der Außenseite beinahe kahl. Kelch fünfteilig. 5 Staubblätter. Gynoeceum verwachsenblättrig, ein Griffel, drei Narben. Blüten in dichtem Büschel an der Spitze, unter dem Blütenstand 2–3 am Grund miteinander verwachsene Blattpaare. Blüten duften.
  • Blätter: Gegenständig, gestielt. Blattspreite länglich – breit länglich, gestutzt – breit spitzig, ganzrandig, kahl (anfangs manchmal behaart), auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite bläulichgrün.
  • Frucht: Orangerote, saftige Beere.
  • Standort: Höfe, Brachland, Waldränder, Laubwälder. Zierpflanze, manchmal ausgewildert.
  • Blütezeit: Juni.

In der Gattung der Heckenkirschen gibt es etwa 110 Arten, die meisten in den gemäßigten und warmen Teilen der nördlichen Erdhalbkugel. Die finnischen Arten werden bis zur Höhe von Mittelfinnland von der die Wälder schmückenden Roten Heckenkirsche (L. xylosteum) und der lediglich bis nach Kuusamo bei Oulanka wachsenden seltenen und geschützten Blauen Heckenkirsche (L. caerulea) vertreten. In der Gattung gibt es dennoch zahlreiche, als Zierpflanzen kultivierte nordamerikanische oder aus den Gebirgen Europas kommende Arten, die sich aus Anpflanzungen in Gärten und Parkanlagen in gewissem Umfang auch als Teil der finnischen Stadtnatur etabliert haben. Vögel, die die Beeren der Heckenkirschen fressen, verbreiten effektiv die Samen, als Mensch aber sollte man sie nicht probieren: In den schlecht oder bitter schmeckenden Beeren sind für Säugetiere giftige Stoffe enthalten.

Die in Finnland einheimischen Heckenkirschen, wie auch die Mehrzahl der Zierpflanzen dieser Gattung, sind Sträucher, aber das südosteuropäische Echte Geißblatt ist eine verholzende Kletterpflanze. Sie ist die in finnischen Gärten beliebteste blühende, verholzende Kletterpflanze bzw. Liane. Unter günstigen Bedingungen kann sie hoch ins Spalier klettern oder ins Astwerk und der sich windende Trieb bringt es zu einer beachtlichen Länge. Wenn keine Stütze vorhanden ist, kann sie auch am Boden als unordentliches Knäuel wachsen. Der Zierwert der Pflanze kommt nicht allein durch die reizenden Blüten zustande, sondern auch durch die leuchtend gefärbten Beeren, die den Trieb oft noch nach dem Abfallen der Blätter schmücken.

Die obersten Blattpaare des Echten Geißblattes sind zu einem Becher verwachsen, auf dem der Blütenstand wie auf einem Tablett sitzt. Die Pflanze wird nachts bestäubt und lockt in der Dämmerung fliegende Insekten durch ihre berauschend duftenden Blüten an. Besonders in warmen und windstillen Sommernächten ist der Duft auch auf weite Entfernungen wahrzunehmen. Der Duft ist für Nachtfalter gedacht, von denen besonders die großen Schwärmer mit ihren langen Rüsseln mit schwirrenden Flügeln in der Luft stehend vor den Blüten beobachtet werden können, wenn sie Nektar saugen.

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