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Gagelstrauch

Myrica gale

  • Familie: Gagelstrauchgewächse – Myricaceae
  • Wuchsform und Höhe: Kleiner aufrechter Strauch. 0,5–1 m.
  • Blüte: Kleine Staub- und Stempelblüten ohne Blütenhülle gewöhnlich in verschiedenen Blütenständen und auf getrennten Exemplaren. Männlicher Blütenstand gelbgrünes, ährenartiges Kätzchen. Weiblicher Blütenstand gelb-braune Ähre, Narben purpurrot.
  • Blätter: Wechselständig, fast sitzend. Blattspreite schmal verkehrt eiförmig, an der Spitze spitz gezähnt, graugrün, mit gelben Knoten, auf der Unterseite weich behaart. Blattrand zurückgerollt.
  • Knospen: Klein, braun, kegelförmig.
  • Frucht: Trockene Steinfrucht, Fruchtstand zapfenartig.
  • Standort: Ufer am Meer und Seen, Kiefernbruchwälder, Flachmoore und Hochmoore.
  • Blütezeit: April–Mai.

Die meisten Gagelstrauchgewächse sind subtropisch. Der Stamm war während des Tertiärs auch in Europa eine sehr artenreiche Familie. Heutzutage wächst in Europa nur der Gagelstrauch, der ein giftiger, maritimes Klima bevorzugender Strauch ist. Er blüht zeitig im Frühjahr vor dem Aufbrechen der Blätter. Die Blüten sind eingeschlechtig, entweder zwei- oder einhäusig. Die Pflanze vermehrt sich wirkungsvoll über Ausläufer. An den Blättern, Stängeln und Blütenständen befinden sich Öldrüsen, die stark riechende, verdunstende d. h. ätherische Öle abgeben. Ihr Geruch ist am besten wahrzunehmen, wenn man die Blätter reibt. Der Gagelstrauch wurde früher statt Hopfen als Gewürz für Bier verwendet. Er gab dem Bier mehr Stärke, aber er verursachte auch einen stärkeren Kater und Kopfschmerzen. Die Triebe und die Rinde wurden zum Gerben verwendet und die Blätter, Wurzel und Blüten zur Färbung mit einer gelben Farbe. Die Blätter des Gagelstrauchs wurden früher mit Pfeifentabak vermischt, um ihm mehr Stärke zu geben. Zusätzlich wurde er als Heilpflanze sowie bei der Bekämpfung von Motten und Ungeziefer verwendet.

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