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Gemeine Traubenkirsche

Prunus padus

  • Familie: Rosengewächse – Rosaceae
  • Wuchsform und Höhe: Strauch oder Baum. 2–12 m.
  • Blüte: Recht klein, mit starkem Geruch. Blütenhülle 5-zählig, strahlig. Blütenblätter weiß, bei Kulturpflanzen selten rot. Kelchblätter kurz, dreieckig. Mehr als 20 Staubblätter, Gynoeceum 1-zählig. Blütenstand vielblütige, nickende Traube.
  • Blätter: Wechselständig, gestielt, ungeteilt, beidseitig fast kahl, manchmal auf der Unterseite braun behaart. Blattspreite 5–10 cm lang, länglich, spitz zulaufend, Rand feingesägt. Herbstfärbung früh, hellgelb und rot in verschiedenen Tönen.
  • Knospen: Schmal eiförmig, braun, am Ende spitz. Schuppenränder oft heller als die restliche Schuppe.
  • Frucht: Kleine, schwarze, glänzende Steinfrucht mit großem Samen.
  • Standort: Laubwälder, Bachläufe, Uferwälder und -gebüsche, Waldränder. Auch als Zierbaum.
  • Blütezeit: Mai–Juli.

Traubenkirsche, Kirsche, Pfirsich, Mandel und Pflaume gehören alle zur Gattung Prunus. Man unterscheidet 200 Prunus Arten. Die meisten davon trifft man in der gemäßigten Zone der nördlichen Erdhalbkugel an. Die im Frühsommer prächtig blühende Gemeine Traubenkirsche ist vom Boden her ein anspruchsvoller Strauch oder mehrstämmiger Baum, der auch im Schatten gedeiht. Bei wenig Licht blüht sie allerdings weniger und bildet oft dichte Pflanzenbestände mit hängenden Zweigen.

Ihre stark duftenden Blüten locken Insekten an, besonders Fliegen und Bienen. Das Holz und die Rinde der Gemeinen Traubenkirsche enthalten giftige Glykoside, die sich zu Bittermandelöl und Blausäure zersetzen. Daher kommt der starke Geruch und Geschmack, der ein wirkungsvoller Schutz gegen Tiere ist. Dessen ungeachtet wird die Gemeine Traubenkirsche in manchen Sommern von der Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymella) geplagt, deren Raupen die Gemeine Traubenkirsche in ihr weißes Netz einhüllen und die Blätter fressen.

Die schwarzen Beeren der Gemeinen Traubenkirsche sind bittersüß. Daraus kann man einen wohlschmeckenden Likör machen oder sie beispielsweise zur Wollfärbung verwenden, wobei man einen zarten Lilafarbton erhält. In Fjäll-Lappland wächst die schwächer duftende Unterart ssp. borealis. Ihre Blätter sind auf der Unterseite braun behaart. Auf Ǻland kommt indigen auch die dichte Gebüsche bildende Schlehe (P. spinosa) vor.

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