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Heidelbeerblättrige Weide

Salix myrsinites

  • Familie: Weidengewächse – Salicaceae
  • Wuchsform und Höhe: Strauch. 0,2–1 m.
  • Blüte: Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren. Kätzchen behaart, Kätzchenstiel kurz und mit kleinen Blättern. Einzelne Blüte klein, ohne Blütenhülle, in der Achsel der Schuppe des Kätzchens. Schuppen des Kätzchens an der Spitze rund, lang behaart, Schuppen der Stempelblüten schwarzrot. 2 Staubblätter, Staubfäden kahl. Verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig.
  • Blätter: Wechselständig. Kurzstielig, kahl oder wenig behaart, ledrig, mit Nebenblättern. Nebenblätter recht groß, länglich, knotig berandet. Blattspreite etwa 3 cm lang, länglich – verkehrt eiförmig, knotig berandet, beidseitig grün, speckig glänzend, Blattnerven manchmal auf der Unterseite lang behaart. 5–6 Nervpaare.
  • Knospen: Gelb-braun, an der Spitze rund, kahl oder wenig behaart.
  • Frucht: Eher schmale, kurze Kapsel, Samen federig behaart.
  • Standort: Flachmoore, Tropfwasserrinnen, Flussufer und Weidenwäldchen auf den Fjälls. Kalkliebend.
  • Blütezeit: Juni.

Die Weiden werden von Insekten bestäubt, sie sind sympodiale zweihäusige Bäume, Sträucher oder Zwergsträucher. Die Knospen sind einschuppig und die Blätter ungeteilt mit Nebenblättern. Blütenstand ist ein als Ganzes abfallendes Kätzchen. Viele Weidenarten kreuzen sich untereinander.

Die Heidelbeerblättrige Weide ist ein hinsichtlich der Nährstoffe seines Standorts anspruchsvoller kleiner Strauch der Nordteile Eurasiens. Sie blüht beim Aufbrechen der Blätter. Die Zweige sind dick und rotbraun.

Man schätzt, dass es von den Weiden 400–500 Arten gibt. Es gibt sie in allen Erdteilen ausgenommen Australien und die Antarktis. Die Weiden ähneln von ihrem Bau her in vielerlei Hinsicht den Pappeln (Populus) so stark, dass man annimmt, dass die Weiden sich aus pappelartigen Stammformen entwickelt haben. Am meisten gleichartige Merkmale mit den Pappeln weisen die bereits im Tertiär aufgetretenen Weiden mit vielen Staubblättern auf wie z. B. die Lorbeerweide (S. pentandra). Die weniger entwickelten Weiden mit zwei Staubblättern scheinen sich erst nach der Eiszeit verbreitet zu haben. Die meisten der finnischen Weiden gehören in diese Gruppe. Die Weiden sind von wirtschaftlicher Bedeutung u. a. als Rohstoff für Gerbstoffe und für Flechtarbeiten. Außerdem wurde das aus der Rinde zu gewinnende Salicin als Medikament verwendet.

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