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Kriechweide

Salix repens

  • Familie: Weidengewächse – Salicaceae
  • Wuchsform und Höhe: Strauch oder Zwergstrauch. 10–50 cm.
  • Blüte: Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren. Die hängenden Kätzchen sind klein, fast rund, der Stiel der Kätzchen ist kurz und mit Blättern besetzt. Die einzelne Blüte ist klein, ohne Blütenhülle, die Schuppen des Kätzchens schmal, bräunlich und rötlich, seidig behaart. Zwei Staubblätter, Staubfäden kahl, Staubbeutel gelb. Verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig, Fruchtknoten langstielig, kahl–behaart.
  • Blätter: Oft gegenständig. Kurzstielig, ohne Nebenblätter. Blattspreite 1,5–3 cm lang, schmal verkehrt eiförmig, oft an der Spitze schief, auf der Oberseite grün, kahl werdend, auf der Unterseite dicht glänzend- und anliegend behaart, der Rand etwas knotig, zurückgerollt. 4–8 Nervpaare.
  • Knospen: Rund, rötlich, kahl oder behaart.
  • Frucht: Behaarte oder kahle Kapsel, stabförmige, stark behaarte Samen.
  • Standort: Sandstrände, Moorränder, Sümpfe und Sumpfwiesen mit dünner Torfschicht, Senken von sandigen Heiden.
  • Blütezeit: Mai.

Die Weiden werden von Insekten bestäubt, sie sind sympodiale zweihäusige Bäume, Sträucher oder Zwergsträucher. Die Knospen sind einknospig und die Blätter ungeteilt mit Nebenblättern. Blütenstand ist ein als Ganzes abfallendes Kätzchen. Viele Weidenarten kreuzen sich untereinander.

Die Kriechweide wird gewöhnlich als eine Gruppe behandelt, in der es drei miteinander verwandte Arten gibt. Die von der Verbreitung her westliche Kriechweide hat zarte Äste, sie ist flach und sich windend und blüht vor dem Blattaustrieb.

Man schätzt, dass es von den Weiden 400–500 Arten gibt. Es gibt sie in allen Erdteilen ausgenommen Australien und die Antarktis. Die Weiden ähneln von ihrem Bau her in vielerlei Hinsicht den Pappeln (Populus) so stark, dass man annimmt, dass die Weiden sich aus pappelartigen Stammformen entwickelt haben. Am meisten gleichartige Merkmale mit den Pappeln weisen bereits die im Tertiär aufgetretenen Weiden mit vielen Staubblättern auf, z. B. die Lorbeerweide (S. pentandra). Die weniger entwickelten Weiden mit zwei Staubblättern scheinen sich erst nach der Eiszeit verbreitet zu haben. Die meisten der finnischen Weiden scheinen zu dieser Gruppe zu gehören. Die Weiden sind von wirtschaftlicher Bedeutung u. a. als Rohstoff für Gerbstoffe und für Flechtarbeiten. Außerdem wurde das aus der Rinde zu gewinnende Salicin als Medikament verwendet.

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