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Lorbeerweide

Salix pentandra

  • Familie: Weidengewächse – Salicaceae
  • Wuchsform und Höhe: Strauch oder Baum. 2–14 m.
  • Blüte: Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren. Kätzchen nickend, behaart. Einzelne Blüte klein, ohne Blütenhülle, in der Achsel der Schuppe des Kätzchens. Schuppen des Kätzchens gelbweiß, früh abfallend. Gewöhnlich fünf Staubblätter, Staubfäden weiß behaart. Verwachsenblättriges zweizähliges Gynoeceum. Die trockenen weiblichen Kätzchen bleiben den Winter über am Baum.
  • Blätter: Wechselständig, kurzstielig, mit Nebenblättern. Nebenblätter klein, bald abfallend. Blattspreite 6–8 cm lang, länglich, stark spitz zulaufend, fein gesägt- und knotigrandig, kahl, auf der Oberseite glänzend, auf der Unterseite hell, 10–12 Nervpaare.
  • Knospen: Kahl, glänzend und braun.
  • Frucht: Sich zweiteilig öffnende kahle Kapsel, im Innern viele schmale, am Ende spitze, federig behaarte Samen.
  • Standort: Ufer, feuchte Laubwälder, Laubwald- und Moorwaldwiesen, nasse Wiesengräben. Selten als Zierstrauch.
  • Blütezeit: Juni.

Die Weiden werden von Insekten und durch den Wind bestäubt, sie sind sympodiale zweihäusige Bäume, Sträucher oder Zwergsträucher. Die Knospen sind einknospig und die Blätter ungeteilt mit Nebenblättern. Blütenstand ist ein als Ganzes abfallendes Kätzchen. Viele Weidenarten kreuzen sich untereinander.

Die Lorbeerweide ist vom Standort her ein recht anspruchsvoller, kahl- oder glänzendastiger großer Strauch oder kleiner Baum, der erst dann blüht, wenn die Blätter fast ihre volle Größe erreicht haben.

Man schätzt, dass es von den Weiden 400–500 Arten gibt. Es gibt sie in allen Erdteilen ausgenommen Australien und die Antarktis. Die Weiden ähneln von ihrem Bau her in vielerlei Hinsicht den Pappeln. Die Gattung der Pappeln (Populus) ist sehr alt. Die Ähnlichkeit ist so stark, dass man annimmt, dass die Weiden sich aus pappelartigen Stammformen entwickelt haben. Am meisten gleichartige Merkmale mit den Pappeln weisen bereits die im Tertiär aufgetretenen Weiden mit vielen Staubblättern auf, z. B. die Bruchweide (S. fragilis). Die weniger entwickelten Weiden mit zwei Staubblättern scheinen sich erst nach der Eiszeit verbreitet zu haben. Die meisten der finnischen Weiden gehören zu dieser Gruppe. Die Weiden sind von wirtschaftlicher Bedeutung u. a. als Rohstoff für Gerbstoffe und für Flechtarbeiten. Außerdem wurde das aus der Rinde zu gewinnende Salicin als Medikament verwendet.

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