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Teeblättrige Weide

Salix phylicifolia

  • Familie: Weidengewächse – Salicaceae
  • Wuchsform und Höhe: Strauch. (0,5–)2–3 m.
  • Blüte: Stempel- und Staubblüten auf getrennten Exemplaren. Kätzchen aufrecht, recht kurz, dicht mit Blüten besetzt, stiellos oder kurzstielig. Einzelne Blüte klein, ohne Blütenhülle, in der Achsel der Schuppe des Kätzchens. Schuppe des Kätzchens an der Spitze rund, zumindest am Oberteil dunkel, lang behaart. Zwei Staubblätter, Staubfäden kahl, Staubbeutel gelb. Verwachsenblättriges Gynoeceum zweizählig, Fruchtknoten behaart.
  • Blätter: Wechselständig. Gestielt, gewöhnlich ohne Nebenblätter. Blattspreite 3–8 cm lang, verkehrt eiförmig–länglich, ganzrandig oder sehr schwach gezähnt, kahl, jung spärlich behaart, auf der Oberseite dunkelgrün, glänzend, auf der Unterseite bläulich. 8–12 Nervpaare.
  • Knospen: Braun, spitz, für gewöhnlich kahl.
  • Frucht: Schmalere, wenig behaarte Kapsel, Samen mit Flügelchen.
  • Standort: Halden, Waldränder, Wegränder, Straßenränder, Heidewälder mit Lichtungen.
  • Blütezeit: Mai–Juni.

Die Weiden werden von Insekten und durch Wind bestäubt, sie sind sympodiale zweihäusige Bäume, Sträucher oder Zwergsträucher. Die Knospen sind einschuppig und die Blätter ungeteilt mit Nebenblättern. Blütenstand ist ein als Ganzes abfallendes Kätzchen. Viele Weidenarten kreuzen sich untereinander.

Die Teeblättrige Weide ist eine typische Pflanze der nördlichen Nadelwaldregion. Sie ist auch auf jeden Fall die in Finnland am weitesten verbreitete Weidenart. Sie wächst an vielerlei Standorten. Die Teeblättrige Weide hat lange, braune oder rötliche, lackiert glänzende Triebe. Sie blüht im Frühjahr vor dem Aufbrechen der Blätter. Bei ihr findet man die besten „Weidenkätzchen”.

Man schätzt, dass es von den Weiden 400–500 Arten gibt. Es gibt sie in allen Erdteilen ausgenommen Australien und die Antarktis. Die Weiden ähneln von ihrem Bau her in vielerlei Hinsicht den Pappeln (Populus) so stark, dass man annimmt, dass die Weiden sich aus pappelartigen Stammformen entwickelt haben. Am meisten gleichartige Merkmale mit den Pappeln weisen die bereits im Tertiär aufgetretenen Weiden mit vielen Staubblättern auf, z. B. die Lorbeerweide (S. pentandra). Die weniger entwickelten Weiden mit zwei Staubblättern scheinen sich erst nach der Eiszeit verbreitet zu haben. Die meisten der finnischen Weiden gehören zu dieser Gruppe. Die Weiden sind von wirtschaftlicher Bedeutung u. a. als Rohstoff für Gerbstoffe und für Flechtarbeiten. Außerdem wurde das aus der Rinde zu gewinnende Salicin als Medikament verwendet.

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